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Hochwasser

… oder des Einen Leid des Anderen Freud

Die Sonne, das erste Mal in diesem Jahr unverhangen, brachte den Hochwassertourismus mächtig in Gang. Am kleinen Weinstand am Eltviller Ufer ist die Promenade abgetaucht, lediglich die Bänke überragen an manchen Stellen das Wasser. Sehr praktisch finde ich, auch sehr fotogen und wie für diesen Ausflug geschaffen. Denn was gibt es Schöneres, als dort mit einem Glas Sekt in der Hand und der Sonne im Gesicht, einfach so zu sitzen. Den großen Strom und die Zeit an sich vorbei ziehen zu lassen. Dass man dazu nur auf der Lehne sitzen kann, mit eingezogenen Füßen ist ein kleineres Übel. Gut kein Haus in Ufernähe zu haben, wahrscheinlich säße man dann nicht so entspannt. Doch es sei dazu gesagt, das Hochwasser war hier schon höher und bedrohlicher,  manch Keller wird zwar noch freigepumpt, aber von australischen Verhältnissen sind wir noch weit entfernt. So hat alles seine zwei Seiten. Dem kleinen Weinstand sei sein sonntäglicher Umsatz gegönnt und auch so mancher “Knipser” kam bestimmt auf seine Kosten.

Angesichts dieser Stimmung sind meine Bilder nicht im nüchtern, dramatisch- schwarzweißem Reportagestil, sondern in farbiger Postkartenausführung. Es war ein wunderschöner Tag, trotz und mit Hochwasser. Wieviele andere träume ich davon an einem großen Wasser zu leben. Der Rhein hat im Augenblick etwas davon. Nehmen wir das einfach mit.

Paris by night

Manchmal gibt es Momente, da reißt es einem die Kamera förmlich aus der Tasche. Obwohl fotografieren überhaupt keinen Sinn macht, wenn man die Situation rein technisch, rational betrachtet. So geschehen auf der Rückfahrt ins Hotel über die Périphérique/Stadtautobahn in Paris. Im Auto sitzend sah ich einen der farbenprächsten Sonnenuntergänge, die mir je vor die Linse gekommen sind. Der farbige Eindruck, addierte sich durch die Lichtreklamen und spiegelnden Fassaden mancher Hochhäuser. Toll. Keine Möglichkeit die Kamera zu fixieren, ein sich bewegendes Auto, lange Belichtungszeiten,  das schafft  auch die ruhigste Hand nicht. Da geht nur eins, auf die Schärfe verzichten, Bewegungsunschärfe unterstützen und die Farben gut herausbringen. Voilà: Eindrücke des “bewegten” Nightlifes:

Melaten, melancholische Friedhofsromantik

Melaten ist der älteste Friedhof von Köln. Liest man sich die Historie durch, im Grunde eine Gruselstätte. Urpsrünglich ein Aussiedlerhof für Aussätzige und Leprakranke, dann Ort für öffentliche Hinrichtungen von Hexen sowie Straftätern. Später Bestattungsstätte reicher Kölner Bürger. Ein Ort an dem Geschichte nicht mehr ganz sichtbar, aber erahnbar ist. Reich an Skulpturen inmitten wildwuchernder Efeuranken zwischem herbstlichen Gelb alter Bäume. Unser Rundgang wurde begleitet vom ersten Novembernebel, passend zum Ort, passend zum Tag. Diese herbstliche Stimmung, so symbolhaft für Vergänglichkeit, habe ich versucht in meinen Bildern einzufangen. Nicht immer ganz einfach, aber einen Versuch wert.

Motive in der Fläche binden

Schönes Wetter, Feld und Wiesen vor der Tür, da muss die Kamera schon einmal mit. Dann gibt es noch so Tage, da hat man einen bestimmten Blick, nur ein Objektiv. Lust und Muse zur schnellen Nachbearbeitung. Herauskommt dabei so etwas wie diese Galerie. Die Bilder sind durchweg, durch das leichte Makro zu flächigen Kompositionen geraten, mal mit Schwerpunkt auf Farbe, mal auf Form und manchmal auch nur auf den Strukturen. Zum größeren Anschauen einfach die Bilder klicken.