Rebecca Horn
Künstlerportrait
In den Wind geschrieben lautet der Titel einer Zeichnung von Rebecca Horn, die hier bei artnet zu sehen ist. Auf Englisch lautet der Titel: Tango written by the wind, was meine Assoziationen zu diesen Zeichnungen punktgenau trifft. Sie wirken wie flüchtig Dahingehüpftes, Verwehtes, wie Vogelfedern und Spuren. Und obwohl eine Zeichnung an und für sich statisch ist, hatte ich den Eindruck, dass die Aquarell- und Bleistiftspuren jederzeit weggehaucht werden können. Nun muss man wissen, dass das Format einer dieser Zeichnungen an sich schon beeindruckend ist (182 x 150 cm) und weit über ein vorgestelltes DIN A4 hinausgeht. Die Wirkung daher raumgreifend und anrührend. Zeichnungen dieser Art und auch Installationen sind im Wiesbadener Kunstmuseum zu sehen. Als Jawlenski Preisträgerin gehören Rebecca Horns Arbeiten zur Dauerausstellung. Kurzbeschreibung hr-online. Alle Arbeiten auch die technischen Installationen von Rebecca Horn hinterließen bei mir einen mystischen, surrealen Eindruck. Beim Betrachten der mechatronischen Installationen bzw. kinetischen Figuren, fallen mir Erzählungen ein wie: Edgar Allan Poe’s Pendel oder die Nachtigall (mechanisches Spielzeug), Filme wie AI-Künstliche Intelligenz. Kurz alles was sich unter der Thematik der beseelten Maschine zusammenfassen läßt. Der Grund ist das Konzept der Verknüpfung von surrealer Symbolik mit sich mechanisch bewegenden Objekten, die den Arbeiten einen technisch präzisen, kalten etwas gruseligen Flair verleihen.
Die Künstlerin ist 1944 geboren, studierte an der Hochschule der Bildenden Künste in Hamburg, gehört heute zu den international profiliertesten deutschen Künstlerinnen, stellte mehrmals auf der Documenta in Kassel aus, wo sie durch Preise ausgezeichnet wurde, seit 1993 zählt sie zu den Mitglierden der Akademie der Künste (Berlin).
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Ich fand ihre Arbeiten sehr inspirativ und beeindruckend.




