Brice Marden, Minimalismus, mehr Input
Das Ergebnis der Minimalismus Ausstellung war für mich drei Tage herumlaufen mit nachdenklichem Kopf. Bereits beim Durchgehen macht sich Unbehagen breit. Ich selber bin gewohnt mit Farben, Licht und Emotionen nach meiner Vorstellungen zu arbeiten. Der Minimalismus ist jedoch eine Kunstform, die genau das verweigert. Die individuellen Ansätze des Künstlers sollen ganz und gar verschwinden hinter einer Form, einer Linie, einem Gegenstand und dessen Materialien. Der eigentliche Künstler in diesem Zusammenhang ist der Betrachter und dessen Assoziationsvermögen beim Betrachten eines solchen Werkes. Will man von einer Minimalismus Ausstellung etwas haben,braucht man Zeit um sich genau darauf einzustellen, um den eigenen Kopf zu aktivieren und selbst ein kreatives Spiel mit dem Gezeigten zu beginnen. Anspruchsvoll, da eine reine Konsumerhaltung hier nicht funktioniert. Für mich ist der Verzicht auf Farbe schwer. Farbe bringt jedoch eine emotionale Ebene ins Spiel, was eine minimalistische Option konterkariert.
Wer also durch die Wiesbadener Ausstellung schlendert, stelle sich auf Schwarz-Weiß, viel Grafik und “Zeit zum Gucken” ein.
Zu Brice Marden:
Bilder von Brice Marden in der Google Bildersuche.
Ich kannte ihn und seine Arbeit kaum, hatte keine Vorstellung von den Hintergründen und der Art wie er arbeitet. Ich kann künstlerische “Arbeit” besser beurteilen, wenn ich mehr weiß. Ein einzelnes Bild genügt mir nicht. Zu einem Künstler und seiner Kunst gehört für mich sein Leben. Deshalb an dieser Stelle ein kleiner virtueller Rundgang mit Hilfe von Links und Videos um das Bild der Ausstellung zu komplettieren. Das malerische Werk ist dort nur angerissen, und seine Komplexität nur zu erahnen. Ich finde seine farbigen Linienwerke auch nur bedingt minimalistisch. Zum einen sind sie durchaus farbig, zum anderen haben sie eine sehr individualistische Linienführung. Im weitesten Sinne einer Handschrift ähnlich.
Video Marden im Hamburger Bahnhof Berlin (sehr informativ)
weitere informative Links:
Marden Vita (Guggenheim Museum)
Marden im Moma
Marden in Berlin
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